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Informationen zur Energiesparlampe

giftiges QuecksilberSeit der EU Effizienz Verordnung (244/2009) und dem damit verbundenen faktischen Verbot von Glühbirnen sind Energiesparlampen in aller Munde. Sie sind die empfohlene Alternative zu den teuren LED sowie Halogenlampen, welche gemäss dem Fahrplan der EU ebenso laufend aus den Sortimenten der Händler verschwinden werden und ab dem 1. September 2013 (Effizienzklasse C!) genauso verboten sind. Doch wenn man sich die Probleme vergegenwärtigt die mit Gasentladungslampen einhergehen, fragt man sich warum die Glühlampe und nicht die Entladungslampen verboten werden. Am Schluss klingt es fast wie ein schlechter Scherz, dass dieses Verbot mit Umweltschutz begründet wird. Verstehen Sie uns bitte nicht falsch, auch Accende ist für Stromsparen und den Umweltschutz. Aber dies soll an der richtigen Stelle mit den richtigen Massnahmen geschehen (vgl. Accende Nachhaltigkeit). Ein aus der Industrie gelenktes Gesetz, welches die persönliche Lebensqualität und Freiheit aller in massivster Weise einschränkt, ist hierzu nicht der Richtige Ansatz. Auch werden wir in diesem Text aufzeigen, dass dieses Gesetz viel mehr Missstände schafft, als es lösen wird.
Sie erhalten hier deshalb eine Menge an Informationen. Sie könne die für Sie interessanten Punkte heraussuchen oder sich hier das Ganze am Stück durchlesen. Gerne stehen wir Ihnen für Fragen oder die Diskussion zur Verfügung.


Übrigens, auch die Umweltverbände, allen voran Greenpeace, hat die Schädlichkeit der Energiesparlampe einmal erkannt. Leider wollen sie über diesen Umstand heute nicht mehr viel wissen und machen sich lieber zum Wasserträger der Industrie. Informationen dazu erhalten Sie hier: Research Greenpeace 


Entsorgung

Die Entsorgung einer Glühlampe ist ebenso umweltfreundlich wie ihre Herstellung, kein Problem, deshalb kann sie in den Hausmüll. Die Sparlampe darf das nicht. Wegen des Quecksilbers und anderer kritischer Inhaltsstoffe (darunter giftige Selten Erde Mineralien wie  Lanthanoide Europium (Eu) und Terbium) gehört der angeblich umweltfreundliche Strahler auf den Sondermüll. Da landet das Gift in den meisten aller Entsorgungsfälle aber nicht, sondern im Hausmüll und von da aus auf der Deponie, im Grundwasser, im Boden, in der Luft, in der Natur, in Tieren und Pflanzen."Freigesetztes Quecksilber bewegt sich um den ganzen Erdball und reichert sich in der Umwelt und speziell in der Nahrungskette an. So landet das Quecksilber aus den Sparlampen schließlich auf unserem Teller."  Bei 20 Millionen Haushalten, die nur einmal pro Jahr nur eine einzige Sparlampe wegwerfen, kommen bereits mindestens 100 Kilo Quecksilber zusammen. Es sind weltweit sicherlich noch einiges mehr.

Häufig wird in diesem Zusammenhang Argumentiert, dass durch den eingesparten Strom der Sparlampe und einer damit möglichen Reduktion der Erzeugung, ebenso Quecksilber reduziert wird. Dafür muss man wissen, das Stein –und Braunkohle, einer der wichtigsten europäischen Energieträger zur Stromerzeugung, ebenso hohe Quecksilbermengen enthält und dieses bei der Stromerzeugung in die Umgebung entlässt. Diese Argumentation geht jedoch nicht auf die wahren Zusammenhänge ein und ist deshalb falsch. Ich möchte an dieser Stelle kurz zeigen, weshalb diese Argumentation falsch ist und die Energiesparlampe zu einem erheblichen plus an Quecksilber in der Umwelt führen wird. Da Strom für Licht sowieso nur am Morgen und am Abend bis ca. 24 Uhr benötigt wird, ist dieser per Definition Spitzen- oder Mittellaststrom. Kraftwerke welche für diese Lastspitzen ausgelegt sind, sind Gas-, Öl-, Pumpspeicher sowie Kohlekraftwerke. Bild_ 1 zeigt den schematischen Tageslastgang und die Verteilung auf die einzelnen Kraftwerke während eines durchschnittlichen Herbsttages.

TageslastgangEs zeigt, dass die problematischen Braunkohlekraftwerke von der Stromersparnis durch die KLL nicht betroffen sind. Diese liefern die sogenannte Bandlast während des gesamten Tages. Anders die ebenfalls problematischen Steinkohlekraftwerke. Auch diese trägt zwar zur Bandlast bei, wird jedoch auch genutzt, um bei erhöhter Nachfrage die Stromspitzen zu versorgen. Doch wie auf der Grafik ersichtlich, steht dazu in Deutschland eine grössere Zahl von Gaskraftwerken zur Verfügung. Gas als Energieträger ist jedoch für einen Stromversorger (EVU) weniger lukrativ wie es Steinkohle ist, weil teurer in der Beschaffung. Falls also durch die Energiesparlampen eine nennenswerte und messbare Energieeinsparung resultieren sollte, ist diese ausschliesslich während den Mittel- und Spitzenlastzeiten. Zu dieser Zeit werden jedoch keine Kohlenkraftwerke gedrosselt, sondern Gaskraftwerke, welche aus Sicht eines EVU, weniger Gewinn durch den Stromverkauf bringen. Natürlich kommen hier weitere Faktoren wie Verfügbarkeit durch Wartung, Netzkapazität, Nähe zum Konsumenten und weiteres hinzu. Doch, und darauf wollte ich hinaus, ist das Argument Stromersparnis unbrauchbar, wenn es um die Reduktion der Quecksilberbelastung in der Umwelt durch die Energiesparlampe geht. Das Verbot wird zu mehr und nicht weniger Quecksilber in unserer Umwelt und Nahrung führen. Kritische Verbraucher, welche sich informieren wollen, werden hier getäuscht. Leider ebenso durch offizielle Stellen wie das Deutsche Umweltbundesamt. Nachzulesen ist dieser in der Tat Komplexe Sachverhalt auch hier: Kohlekraftwerke, Gehalt an Quecksilber 

Nachtrag vom 3. April 2013: Spiegel Artikel zu Kohlekraftwerken. Immer mehr Strom aus Kohle! Mitnichten wird mit dem Verbot der Glühbirnen die globale Quecksilberbelastung reduziert. Im Gegenteil, durch die Förderung der KLL steigt die weltweite Belastung weiter an. 

Nachtrag vom 24. Juni 2014: Auch die neuesten Statistiken und Meldungen des Spiegels bestätigen die gemachten Voraussagen. Die schädliche Braunkohle ist weiter auf dem Vormarsch und soll sogar noch ausgebaut werden. Die teureren Energien wie Gaskraftwerke gehen zurück: Der wahnwitzige Braunkohle Boom

Auch die Statistiken der AG Energiebilanzen sprechen Bände. Die Stromproduktion aus giftiger Braunkohle steigt von Jahr zu Jahr. Damit steigt auch die Quecksilberbelastung unserer Umwelt. Das Argument, mit KLL würde im Gegenteil noch Quecksilber eingespart, ist völlig obsolet! Studie AG Energiebilanzen 2013 Stromproduktion nach Quellen


Strahlung

Besonders heftig fallen die elektrischen Felder seitens der Sparlampen-Elektronik aus. Testinstitute und Zeitschriften ('Öko-Test', 'Guter Rat', 'K-Tipp', Stiftung Warentest, Bundesamt für Strahlenschutz) fanden an insgesamt 134 überprüften Lampen Feldstärken zwischen 4,8 und 67 Volt pro Meter, dies ist bis 67-mal stärker als es die weltweit akzeptierte TCO-Norm an Computerarbeitsplätzen festlegt. Hinzu kommen elektrische und magnetische Felder der Netz- und Elektronikfrequenzen.
Ein spezielles Elektrosmogproblem sind Oberwellen. Glühlampen begnügen sich mit der sinusförmigen Grundfrequenz des Elektronetzes und sind arm an Oberwellen. Elektronisch gesteuerte Systeme wie Sparlampen ziehen zahlreiche, steilflankige, harte Oberwellen nach sich, sowohl als Folge der niedrigen Netzfrequenz als auch bei den höheren Elektronikfrequenzen. Bei den Energiesparern kommen zu dem heftigen Elektrosmog der zum Betrieb notwendigen Elektronik noch aufgelagerte Pulsspitzen von 100 Hertz ins höherfrequente Feld.


Gewinnung

Quecksilber ist ein globales Gift. Es verteilt sich über Winde und Gezeiten auf der ganzen Welt. Deshalb kann uns nicht egal sein, was in China oder anderswo geschieht. Mit dem setzen der EU auf die Energiesparlampe und dem verbieten von Glühbirnen, erlebte eine Branche einen Auufschwung, welche vorher nicht unbedingt mehr Oberwasser hatte, die Quecksilbergewinnung in Minen. Das Quecksilber für die Gasentladungslampen wird vor allem in China gewonnen. Durch den weltweiten Boom dieser Lampen wurde die Gewinnung dieses giftigen Metalls (Vorkommen in Zinnober) hochgefahren. Man schätzt nur den EU Bedarf an Quecksilber duch das Verbot auf zusätzliche 20 Tonnen. Dazu sollte man wissen, dass nur schon ein Milligram Quecksilber in der Atemluft gesundheitsschädliche Auswirkungen hat. 3 Milligram Quecksilber, der Inhalt einer einzigen Energiesparlampe, genügen um 3000 Liter Wasser zu vergiften. Geht man davon aus, dass in Europa nur etwa 10% bsi 20% der Energiesparlampen recycled werden, kann man sich den jährlichen Anstieg des Quecksilber in der Umwelt selber ausrechnen. 


Phenole 

Viele Menschen klagen über üble Gerüche und damit zusammenhängende gesundheitliche Beschwerden beim Betrieb von Energiesparlampen. Bei Messungen für 'Öko-Test' fiel dies ebenso auf. Der Testraum roch intensiv nach Chemie. Daraufhin wurden zwei Energiesparlampen von Osram und Ikea in einem Fachlabor erstmals auf Schadstoffe überprüft und kritische chemische Ausdünstungen in der Raum- und Atemluft gefunden, in diesen Fällen giftige Phenole und Glykole. Bei anderen Messungen wurden bromierte Flammschutzmittel nachgewiesen. Stiftung Warentest spricht nach eigenen Untersuchungen in 'Test' von "flüchtigen organischen Stoffen, welche als gesundheitsschädlich gelten". Grenzwerte für die Raumluft würden überschritten. 
'NDR-Markt' findet an fünf stichprobenartig geprüften Sparlichtern dutzende Gifte, auch krebserregende, die ausgasen, wenn die Lampen brennen: Phenol, Styrol, Tetrahydrofuran.


Lichtspektrum

Licht kann als eine elektromagnetische Welle angesehen werden und besitzt ein Spektrum mit verschiedenen Wellenlängen für die Farben von violett über grün, gelb bis rot. Im für den Menschen sichtbaren Spektrum liegen die Wellenlängen von ca. 300nm (blau) bis ca. 600nm (rot). Darunter liegen die für den Menschen nicht sichtbaren Ultravioletten und Infraroten Anteile. Die Glühlampe erzeugt durch die gesamte Wellenlänge ein gleichmässiges Lichtspektrum und durch den hohen rot- und gelb-Anteil ein warmes sowie angenehmes Licht. Hingegen hat das Lichtspektrum der Energiesparlampe einen wesentlich höheren Blau- und Grünanteil und damit ein eher unnatürlich wirkendes Licht. Ausserdem fällt auf dem Spektraldiagramm auf, dass das Spektrum abgehakt und nicht kontinuierlich und fliessend ist, wie dies bei der Glühlampe der Fall ist.

Dieser Mangel ist wahrscheinlich vielen gar nicht bewusst. Es fällt vielleicht auf, dass Dinge wie Rotwein oder Rindfleisch unter diesem Licht bloss grau und unnatürlich wirken. So gestand zum Beispiel der Philips-Werksleiter Thomas Mertes in „Spiegel-TV" ein:
"Die Energiesparlampe würde ich nicht dort empfehlen, wo Farben natürlich dargestellt werden sollen. Also beispielsweise über einem Esstisch. Das Essen sieht dann nicht wirklich appetitlich aus. Und das Gegenüber, der Gast, der da sitzt, wirkt ein bisschen gräulich. Und ja, man bekommt sofort den Eindruck, als hätte es ihm nicht geschmeckt."

Spektrum 60W ESL.jpgDie Qualität einer Farbwiedergabe wird durch den Farbwiedergabeindex Ra beschrieben. Optimal ist dabei ein Wert von 100, wie dieser von Glüh- und Halogenlampen erreicht wirdLeuchtstofflampen mit einer Farbwiedergabe unter 80 gelten als veraltet und sollten nicht mehr verwendet werden. Heute übliche von Dreibandenlampen erreichte Werte liegen bei etwas über 80. Die Vollspektrum Fünfbandenlampen erreichen Werte über 90. Allerdings, je besser die Farbwiedergabe, desto kälter die Anmutung des Weisslicht und desto geringer ist auch die Lichtausbeute. Dieser Unterschied ist nicht marginal, vielmehr verbrauchen Vollspektrumlampen oder Fünfbandenlampen für die Erzeugung des gleichen Lichtstroms bis zu 60% mehr Energie wie vergleichbare Dreibandenlampen. Doch auch bei diesen, istdie bessere Lichtausbeute, mit einer Reduktion des Lichtstromes erkauft worden.

Um dennoch eine halbwegs annehmbare Spektralverteilung zu erzeugen, nimmt man Leuchtstoffe zu Hilfe. Wie früher besprochen, sind auch diese Leuchtstoffe, selten Erde Metalle giftig und müssen zurück in den Stoffwechselkreislauf geführt werden.


Hoher Blaulichtanteil

Gemäss dem Buch "Lügendes Licht" der Autoren Thomas Worm und Claudia Karstedt haben Untersuchungen der amerikanischen Marine bereits in den 60er Jahren gezeigt, dass U-Boot Besatzungen welche wenig bis kein Tageslicht und immer Kunstlicht ausgesetzt waren, statistisch relevant häufiger krank und der gesamte Gesundheitszustand insgesamt schlechter war, wie bei Ihren Kameraden an Bord von Oberflächenschiffen. Die Situation liess sich verbessern, indem die Marine begann Vollspektrum Lampen einzusetzen, welche einen grösseren nichtsichtbaren Anteil (vor allem im Infraroten Wellenbereich) des gesamten Lichtspektrum besitzen.

Einige Ärzte vertreten die Meinung, dass das Licht der Sparlampen eventuell auf Dauer sogar krank machen kann. Das Licht von Fluoreszenzröhren wird schon seit Jahren eingesetzt um den Hormonhaushalt bei Hühnern zu beeinflussen. Das helle Leuchtstofflicht mit starkem Blauanteil unterdrückt die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Es gibt inzwischen Anhaltspunkte, dass Menschen, die im Schichtdienst arbeiten, ein statistisch erhöhtes Risiko haben, an einem Tumor zu erkranken. Als Grund wird eine reduzierte Produktion des Schlafhormons Melatonin vermutet. Dieses stellt den Körper normalerweise auf Schlaf ein undermöglicht so, Regenerationsprozesse. Das Wochenmagazin Focus berichtete im Dezember 2008 von einer Untersuchung welche vom Institut für Arbeitsmedizin der Universität Köln angefertigt worden ist. Die Mediziner unter Leitung von Dr. Thomas Erren hatten 30 Studien aus aller Welt zum Thema Schichtarbeit und Krebs ausgewertet. Sie sind zum Ergebnis gekommen: „Weibliches Flugpersonal hat ein um 70 Prozent höheres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Ihre männlichen Kollegen erkranken um 40 Prozent häufiger an Prostatakrebs." Auch bei Schichtarbeitern und Pflegepersonal in Krankenhäusern und Heimen sind ähnliche Krebsfälle gemeldet worden. 


Fazit: 

In diesem Text konnte auf einige der Probleme der KLL aufmerksam gemacht werden. Auf andere Probleme die mit diesem Lampentypen einhergehen einzugehen, hätte den Umfang dieses Textes überschritten.Es geht nicht darum, übertriebene Hysterie oder Angstmache zu betreiben. Kompaktleuchtsofflampen, genauso wie ihre grossen Brüder die Fluoreszenzröhren, haben ihre Daseinsberechtigung und sind ein wichtiger Lampentyp von vielen. Doch geht es darum, berechtigte Kritik an einer Lampe und einem Verbot zu üben, welches die Freiheit von über 500 Millionen Menschen auf massivste Weise einschränkt. Auf die Kritik am Verbot mit der Bemerkung zu reagieren, es stünde ja adäquater Ersatz zu Verfügung, ist die berechtigte Angst und Kritik vieler Menschen ins lächerliche gezogen. 

Gute und weiterführende Informationen zur Glühlampe und diesem Thema erhält man auch auf der Webseite: "Argumente für die Glühbirne" von Peter Stenzel, Wien.

NDR Markt: "Forscher warnen vor giftiger Energiesparlampe" - (Quelle NDR - 18.04.2011)



  3 Sat Magazin - Bericht über den Film "Bulb Fiction"  (Quelle 3 Sat):

[1] aus Manuskript "die Dunkle Seite der Energiesparlampe"  von Baubiologe Wolfgang Maes
[2] Aus Film "Bulb Fiction" von Christoph Mayr